Die Häuser im jüdischen Ghetto Die Häuser im jüdischen Ghetto

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Die Häuser im jüdischen Ghetto

Die ehemalige Hauptstraße des Ghettos hat ihr ursprüngliches Erscheinungsbild bis heute großenteils erhalten.

Typisch sind die hohen Häuser, hübsche Steinumrahmungen der Tore, Türen und Fenster, und die charakteristischen schmiedeeisernen Balkone. An einigen Türpfosten ist noch die rechteckige Öffnung für die Schriftkapsel Mesusa zu erkennen – ein Behälter, der eine Pergamentrolle mit einem Bibelvers enthält, der für die Häuser gläubiger Juden typisch ist. Auf einigen ist auch noch das Baujahr zu erkennen, wie an der Hausnummer 16/B, mit einem schmiedeeisernen Halbmond mit der Jahreszahl “1808”, oder an der Hausnummer 4, wo die Zahl “5564” abzulesen ist, die nach dem jüdischen Kalender das Jahr 1804 bezeichnet. In diesem Haus ist bis heute der Geldschrank der Firma Jona erhalten, deren legendärer Reichtum das Sprichwort geprägt hat: „Glaubst Du, ich besäße die Kasse von Jona?“