Piazzutta – Kirche der Hlg. Vitus und Modestus Piazzutta – Kirche der Hlg. Vitus und Modestus

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Piazzutta – Kirche der Hlg. Vitus und Modestus

Verlässt man die Anlage des Palazzo Coronini über die antike Via dei Coronini, gelangt man auf die Piazza Tommaseo, wo die ursprünglich dem Hl. Johannes geweihte Kirche steht, die auf Wunsch des Barons Giovanni Vito del Mestri 1656 neben dem Krankenhaus des Ordens der Barmherzigen Brüder vom heiligen Johannes von Gott (kurz Fatebenefratelli) erbaut wurde.

Da der Ort aufgrund des nahen, heute unterirdisch fließenden Baches Corno als zu feucht und ungesund angesehen wurde, wurde das Krankenhaus in den 80er Jahren des 18. Jh. in den Palazzo Alvarez verlegt. 
Die Kirche wurde in den Jahren 1768-69 in barocken Formen restauriert und nach dem Ersten Weltkrieg in den 20er Jahren vollständig wiederhergestellt. Auf der von enormen Pilastern dominierten Fassade erkennt man über dem Eingang den Granatapfel – Zeichen der Fatebenefratelli – der an den Ursprung des Gebäudes erinnert. Das einschiffige Innere weist eine Reihe von schönen Marmoraltären auf:  Der Hauptaltar mit dem eher einfachen Altargemälde des Martyriums der Hlg. Vitus und Modestus stammt aus der Kirche der Dominikaner in Farra, die seitlichen Altäre stammen aus dem Dom.
Der Großteil der Görzer nennt diesen Platz auch weiterhin bei seinem antiken Namen „Piazzutta“, das sich aus dem Friaulischen Plazuta (kleiner Platz) ableitet. Man hatte den Platz so genannt um ihn von der nahegelegenen Piazza Grande, dem Großen Platz, zu unterscheiden.