Piazza della Vittoria Piazza della Vittoria

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Piazza della Vittoria

Im 16. Jh. begann der ursprünglich bewohnte Ortskern sich auch am Fuße des Festungshügels auszubreiten.

Zu jenem Zeitpunkt standen hier schon vereinzelte Häuser, sonst aber hauptsächlich Wiesen, weswegen der Platz lange Zeit unter dem slowenischen Namen Travnik bekannt war. Nachdem der Bau des Jesuitenklosters Sant’Ignazio die Entwicklung der Stadt in Richtung Westen, zum Fluss Corno, und nach Norden, entlang der Straße nach Kärnten, vorangetrieben hatte, wurden im Laufe des 18. Jh. hier eine Reihe von städtebaulichen Erneuerungen durchgeführt, denen der Platz den neuen Namen „Piazza Grande“ – Großer Platz – verdankte. Auf diese Zeit geht der Bau des monumentalen Neptunbrunnens zurück, der 1756 vom Bildhauer Marco Chiereghin nach einem Entwurf des Görzer Architekten Nicolò Pacassi, der auch am Bau des Schlosses Schönbrunn mitgewirkt hatte, ausgeführt wurde.
Zu den ältesten Gebäuden, die den Platz säumen, zählt auch der Palazzo der Grafen della Torre aus dem 16. Jh. Im Laufe der Zeit machte das Gebäude zahlreiche Umstrukturierungen durch, und diente in der Zeit der Habsburger als Sitz des Provinzhauptmanns, also des Vertreters der Zentralregierung, der direkt vom Kaiser ernannt wurde. Nachdem Görz an Italien gegangen war und der Platz nunmehr den neuen Namen „Piazza della Vittoria“ (zu Deutsch „Siegesplatz“) trug, zog die Präfektur in das Gebäude ein und ist noch heute dort untergebracht. Die endgültige Strukturierung der nahen Umgebung geht auf ein Projekt zur städtischen Erneuerung der 30er Jahre des 20. Jh. zurück und umfasste den Abriss einiger Gebäude neben der Präfektur, die Öffnung der neuen Via Roma und den Bau des Gebäudes der italienischen Sozialversicherungsanstalt (INPS) neben der Kirche Sant’Ignazio.