Görzer Dom: Kirche der Hl. Hilarius und Tatianus Görzer Dom: Kirche der Hl. Hilarius und Tatianus

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Görzer Dom: Kirche der Hl. Hilarius und Tatianus

Durchquert man den Gang des Palazzo della Questura, gelangt man zum Dom, der den Heiligen Hilarius und Tatianus gewidmet ist.

Hinter der einfachen Fassade, die 1924 nach den Zerstörungen des Ersten Weltkriegs wiederaufgebaut wurde, verbirgt sich ein sehr altes Kultgebäude, in dem wertvolle Kunstwerke und Zeugnisse aus dem Görzer Mittelalter erhalten sind.
Der ursprüngliche Kern des Doms existiert sicher schon seit dem 14. Jh. Im Inneren kann man im Presbyterium den reich mit buntem Marmor verzierten Hochaltar (1707) bewundern, der Giovanni Pacassi zugeschrieben wird. Die wertvolle Kanzel stammt aus dem 18. Jh.; das große Gemälde (1820-21) von Giuseppe Tominz, stellt die Jungfrau mit den Heiligen Hilarius, Tatianus und Carlo Borromeo dar, die über einem kleinen Panoramaausschnitt von Görz schweben. Am Ende des rechten Seitenschiffes befindet sich die aus dem 15. Jh. stammende Kapelle des Hl. Acazius – der einzige Bereich in dem die Struktur und die Verzierungen des 15. Jh. erhalten sind. Sehenswert ist hier das mit einem Sternenhimmel ausgemalte Deckengewölbe mit den vier Evangelisten. Von hier aus gelangt man über eine Treppe in die Krypta, in der die Erzbischöfe von Görz ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.
Das linke Seitenschiff mündet dagegen in die Kapelle des Allerheiligsten, die auf das 14. Jh. zurückgeht und in der man den Kenotaph von Leonardo, dem letzten Grafen von Görz, sowie weitere Grabplatten aus dem 16. Jh. sehen kann.