Denkmäler

Schloss von Görz

Die Burg stammt aus dem 11. Jahrhundert, wurde aber später von den Grafen von Görz erweitert, deren Herrschaftsgebiet sich von Tirol bis Istrien erstreckte.

Nach wechselnden militärischen und familiären Ereignissen ging das Lehen im Jahr 1500 mit dem Tod des letzten Grafen Leonardo an Kaiser Maximilian I. über und wurde somit Teil des Habsburgerreichs. Trotz neuer Befestigungsanlagen wurde die Burg zwischen 1508 und 1509 kurzzeitig von venezianischen Truppen erobert und besetzt. Im 17. Jahrhundert, als Kaserne und Gefängnis genutzt, verlor sie durch den Bau von Bastionen und Pulvertürmen im Norden und Nordwesten viel von ihrem mittelalterlichen Aussehen. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde eine neue Bastion errichtet und die lange Mauer in Richtung Castagnevizza erhöht. Weitere Verteidigungsanlagen wurden anschließend unter der Leitung des berühmten Ingenieurs, Astronomen und Mathematikers Edmund Halley, dem Entdecker des gleichnamigen Kometen, errichtet.

Im Ersten Weltkrieg weitgehend zerstört, wurde es vollständig wiederaufgebaut und präsentiert sich heute als ein wahres Museum des mittelalterlichen Görz, mit eingerichteten Räumen, einer Waffensammlung und der Dauerausstellung Theatrum Instrumentorum, die sich ganz den in Europa zwischen dem späten Mittelalter und dem frühen Barock verwendeten Musikinstrumenten widmet.

Im Obergeschoss befindet sich neben einer atemberaubenden Aussicht, die man bei einem Spaziergang entlang des Cammino di Ronda bewundern kann, der Saal des Mittelalters von Gorizia, in dem anhand von Modellen und Multimediasystemen die Geschichte der alten Grafschaft Gorizia erzählt wird.

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