Postamt
Die Entscheidung zum Bau eines neuen Postgebäudes wurde 1929 getroffen, der endgültige Entwurf des Architekten Angiolo Mazzoni stammt aus dem Jahr 1930, dem Jahr, in dem die Bauarbeiten begannen.
Angiolo Mazzoni (Bologna 1884 – Rom 1979)
Mazzoni wurde 1884 in Bologna geboren. Dort absolvierte er auch seine Ausbildung und erwarb 1919 einen Abschluss als Ingenieur sowie anschließend ein Diplom in Architektur an der Akademie der Schönen Künste. Seine kulturelle Prägung basierte auf Größen wie Gustavo Giovannoni, Marcello Piacentini und Giuseppe Terragni. Inspiriert vom Florentiner Stil entwarf er zwischen 1929 und 1930 den Palazzo delle Poste e dei Telegrafi in Gorizia. Das Gebäude zeichnet sich durch einen hohen Turm und eine tiefe Säulenhalle aus, in der Domenico Ponzi nach einem Entwurf Mazzonis das Denkmal für die gefallenen Post- und Telegrafensoldaten errichtete. Das rustizierte Backsteinmauerwerk der Fassade spiegelt das Interieur wider und verleiht ihr eine imposante Erscheinung. Heute beherbergt der Palazzo zahlreiche Kunstwerke, darunter das berühmte Werk „Fahrender Zug“ von Guglielmo Sansoni, genannt Tato, aus dem Jahr 1933 – ein Meisterwerk des Futurismus.



