Francesco-Giuseppe-Straße
Der kaiserliche Festzug zog den Corso Francesco Giuseppe entlang, der heute Corso Italia heißt. Eröffnet nach 1860, um den neuen Südbahnhof mit dem Stadtzentrum zu verbinden, hatte er sich zu einer der Hauptverkehrsadern Görzs entwickelt.
Wie Carl von Czoernig 1873 schrieb, besaß sie „eine breite Straße mit Fußgängerwegen, die beidseitig von zwei Reihen Platanen gesäumt war, und einen sehr angenehmen, geraden Abschnitt von fast einer Viertelstunde Länge“. Bald entstanden auf beiden Seiten der Straße wunderschöne Villen mit Gärten, von denen viele noch heute erhalten sind.
Rechts, Hausnummer 205, steht das Jugendstilhaus, das in den 1920er Jahren für die Brüder Nale erbaut wurde. Gegenüber, Hausnummer 226, befindet sich das ursprüngliche Villino Vervega, ein neugotisches Gebäude, das von einem wohlhabenden und exzentrischen Schweizer Bankier in Auftrag gegeben wurde. Gleich danach fällt die „Villa Venezia“ ins Auge, die 1898 vom Industriellen Arturo Polli mit ihrem Turm und den Bogenfenstern erbaut wurde. Weiter hinten, Hausnummer 214, steht die Villa Bladig mit ihrem markanten Giebel, der an die Wiener Architektur erinnert. Wo sich heute der Gedenkpark befindet, lag einst der von einer Mauer umgebene Stadtfriedhof.
Ort
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