Kirchen

Die mittelalterliche Kirche Santo Spirito

Die kleine Kirche wurde ab 1398 von den Brüdern Michele und Giovanni Rabatta erbaut, die den Einwohnern von Borgo Castello einen Ort der Andacht bieten wollten.

Das 1414 fertiggestellte Gebäude besticht durch seine Fassade im venezianischen Stil mit Rosette, zwei kleinen vertikalen Fenstern, einem Glockengiebel und einer Vorhalle. Die Statuen von Michele Rabatta und seiner Frau Maria Bella di Castelpagano, die später zu einer Verkündigungsszene umgestaltet wurden, stehen auf ihren jeweiligen Wappen. Das große Holzkreuz ist eine Kopie des Originals aus dem 17. Jahrhundert, das heute in den nahegelegenen Provinzmuseen aufbewahrt wird.

Im Inneren befinden sich drei kleine gotische Apsiden, von denen zwei freitragend sind und mit Schiefer (einer Sandsteinart) verkleidet sind. Das Gewölbe wird von Rippen durchzogen, die ein sternförmiges Gitterwerk mit figürlichen Schlusssteinen bilden. Das Gemälde über dem Altar, das die Himmelfahrt Mariens darstellt und aus dem späten 16. Jahrhundert stammt, wird Tintoretto zugeschrieben, ist aber höchstwahrscheinlich ein Werk seines Sohnes Domenico Robusti.

Insgesamt stellt das Gebäude ein interessantes Beispiel für das Zusammentreffen venezianischer und nordischer Traditionen dar.

Im Ersten Weltkrieg wurde die Kirche nur geringfügig beschädigt, die umliegenden Häuser hingegen schwer. In den folgenden Jahren wurden sie vollständig abgerissen, sodass die Kirche nur noch von Grün umgeben ist.

Ort

Kirche des Heiligen Geistes
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