Kirchen

Castagnevizza und die Grenze

Um zu verstehen, was diese 1947 errichtete Grenze für Gorizia bedeutete, empfehlen wir, den Hügel zu besteigen, auf dem das Franziskanerkloster Castagnavizza in 142 Metern Höhe über dem Meeresspiegel steht.

Vom Piazzale De Amicis geht es die Via Formica hinauf; am Ende steigt man die stimmungsvolle Via della Cappella hinauf, und oben angekommen befindet man sich auf dem Hügel Castagnavizza.

Gegenüber dem Heiligtum, unten links, befindet sich der Bahnhof der Transalpina. Von dort bietet sich ein herrlicher Blick auf Nova Gorica (Neu-Gorizia), das 1948 im Auftrag Titos erbaut wurde. Umgeben ist es von der Bergkette, die dem Vaterland heilig ist und in der die meisten der elf Isonzoschlachten stattfanden. Von links nach rechts: Kalvarienberg (Podgora), Sabotin (mit der heute verblassten Steininschrift „Nas Tito, unser Tito“), Monte Santo mit dem den Menschen in Gorizia so wichtigen Heiligtum, Monte Santa Caterina, das Bainsizza-Plateau, Monte San Garbiele und Monte San Marco.

Das Kloster Castagnavizza, erbaut auf einem bereits bestehenden Sakralbau aus dem Jahr 1623, verdankt seine Bedeutung der Tatsache, dass es die sterblichen Überreste der aus Frankreich verbannten Bourbonen beherbergte. Der Blick auf das Schloss von Görz wirkt beinahe berührend; so nah ist es, dass man die Bedeutungslosigkeit von Grenzen erkennt, da die Grenzlinie sogar an den Rändern der Häuser entlang verläuft.

Ort

5000 Nova Gorica, Slowenien
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