Vittorio Locchi

Und wenn Golgatha nicht erblühte, wenn der Karst nicht erblühte, immer gequält unter der Wut der Schläge, erblühten dort doch all die Herzen, die von Hoffnung gesät wurden... Wir alle wollen die Ersten sein, die den himmlischen Mantel der Heiligen Gorizia küssen.
 

Lieber Besucher, ich bin Vittorio Locchi, italienischer Soldat und Dichter. Schon früh war ich ein überschwänglicher Junge, der Pferde und Spiele im Freien dem Lernen vorzog. Mit der Zeit entdeckte ich jedoch meine Liebe zur Poesie.

Ich schloss mein Studium der Buchhaltung 1909 ab und kehrte nach Figline zurück, wo ich zusammen mit einigen Mitbürgern die „brigata del Giaccio“ gründete, eine Theater- und Poesiegruppe, die sich an mittelalterlichen und 15. Jahrhundert-Vorbildern orientierte.

Ab 1910 lebte ich 5 Jahre lang in Venedig, wo ich einen Kurs in Fremdsprachen und Literatur besuchte und „La Tavolissima“, einen Verein für bildende Kunst und Literatur, gründete, während ich versuchte, im Journalismus Fuß zu fassen.

Ich kämpfte im Zweiten Weltkrieg an der Isonzofront. Nachdem ich 1916 erkrankt war, nahm ich an der Eroberung von Görz teil und feierte dies mit dem Gedicht „Die Sagra di Santa Gorizia“. Ich starb im Alter von 28 Jahren in der Ägäis.