Antonio Lasciac

In Gorizia hatte ich weniger Glück als in Kairo, wo ich Chefarchitekt des Khediven, des Vizekönigs von Ägypten, wurde. Aber auf dem Rafut-Hügel kann man die eklektische Villa bewundern, die ich für meine Heimkehr erbaute.

Lieber Besucher, ich war Architekt und Ingenieur, ausgebildet am Polytechnikum Wien, aber auch Dichter, Musiker und Kenner der italienischen Geschichte. Ich reiste viel und arbeitete in Rom und Neapel, vor allem aber im Ausland: in Konstantinopel und insbesondere in Ägypten, zwischen Alexandria und Kairo, wo mir der Titel „Bey“ verliehen wurde und ich Paläste, Villen, Banken und öffentliche Gebäude entwarf. Meine Projekte für Görz wurden oft abgelehnt (wie der Masterplan, der die Stadt in eine prächtige Gartenstadt verwandeln sollte), doch meine Ideen beeinflussten häufig meine damaligen Kollegen. Ganz in der Nähe, auf dem Platz des Dorfes San Rocco, wo ich geboren wurde, schuf ich einen monumentalen Obeliskenbrunnen, und auf dem Hügel Rafut baute ich das Haus im maurischen Stil, in das ich so gerne zurückgekehrt wäre, um das schöne Klima Görz’ zu genießen, wäre 1914 nicht der Krieg ausgebrochen.

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